Tag 13 - Tullamore - Glendalough

  17. März 2018 - Samstag

In dieser Nacht habe ich schon deutlich besser geschlafen und am Morgen fühle ich mich auch ganz gut, meine Stimme kommt auch so langsam zurück.

Der versprochene erneute Wintereinbruch ist auch da, heute am St. Patricks Day. Es ist sehr kalt und wolkig.

So fahren wir nur noch mit einer kurzen Shoppingpause in Klidare fast ohne Pausen durch nach Glendalough, wo wir 2 Nächte im Glendalough Hotel gebucht haben.

Oberhalb von Glendalough halten wir dann doch mal an, weil wir eine Ruine entdecken und den Schnee, der hier in den Bergen über Nacht schon gefallen ist, finden wir toll.

In der Ruine ist gerade in Fotograf mit Model zu Gange, als wir kommen zieht sie sich schnell an. Gut so, denn es ist echt viel zu kalt, das arme Mädel.

Jetzt fahren wir zum Hotel, unten im Tal liegt kein Schnee mehr, wir können noch nicht einchecken, so essen wir erst mal was zu Mittag.

Dann laufen wir in den Nationalpark, der direkt hinter dem Hotel beginnt, dort gehen wir zum Kloster und zum Wasserfall.

Im Hotel zurück, können wir dann auch ins Zimmer, indem wir uns gerne aufwärmen würden.

Das Zimmer ist extrem klein, wir haben keinen Platz für unsere Koffer, zudem zieht es am Fenster und es gibt nur eine olle Wolldecke, mit Betttuch, als Zudecke.

Zudem geht das Internet nur in der Lobby, der TV ist ein alter Röhren-Fernseher mit 3 Programmen. Steckdosen sucht man auch, außer denen für das TV und den Wasserkocher, vergeblich.

Ich gehe runter und frage, ob es wirklich der Double Room ist, den ich gebucht hatte, denn ich habe bei den Doppelzimmern beim Buchen schon den Größeren ausgesucht.
Es wird mir bestätigt, das ist der Raum, und es gibt noch kleinere Doppelzimmer.

Ich muss dazu sagen, dass wir aufgrund des Flug-Stornos am 5.3. unsere gesamte Reise um 3 Tage verschieben mussten, sodass wir nun am St. Patricks Wochenende hier sind.
Das hatte zur Folge, dass wir anstatt 198 € für die beiden Nächte jetzt 298 € bezahlen mussten. Jetzt sind schon 198 € für dieses Minizimmer zu viel, und 298 € erst recht.

An der Rezeption meinten die Mädels, sie sind komplett ausgebucht und sie können uns kein anderes Zimmer anbieten. Dann kam noch eine andere Dame dazu, die meinte, sie hätten noch ein Superior Zimmer, aber wäre noch teurer, das könnte sie uns gegen Aufpreis geben. Nein danke.

Wir gehen erst mal zurück ins Zimmer, dort überlegen wir uns, dass wir hier nur diese eine Nacht bleiben wollen. Wir gehen noch mal runter und fragen, ob wir stornieren können. Ja natürlich können wir, aber Geld zurückbekommen wir nicht. Das bekommt man nur, wenn man 2 Tage vorher storniert. Wir stehen ein bisschen ratlos da und sind auch ein bisschen sauer, denn so was haben wir selten erlebt bisher. Das merkt das Mädel wohl, uns sagt sie kann den Manager rufen, ja bitte.

Der Manager kommt dann auch gerade vorbei und wir schildern unsere Unzufriedenheit, erst sagt er nichts, dann lege ich einen darauf und sage, dass ich krank bin, was man auch sehr wohl hören und sehen kann, und dass ich in dem zugigen Zimmer sicher keinen guten Schlaf bekommen werde. Das scheint wohl zu wirken und er sagt, dass er es nicht entscheiden kann und seinen Manager fragen muss. Ja, bitte. Jetzt hoffen wir mal, dass der Manager von ihm nicht noch einen Manager hat.

Nach ca. 5 Minuten kommt er zurück und wir können ohne weitere Kosten morgen früh auschecken. Na, bitte geht doch, hatte meine Krankheit immerhin einen guten Output.

Wir gehen wieder ins Zimmer und buchen ein Hotel an einem Ort näher an Dublin. Wegen des Feiertags ist zwar einiges ausgebucht, aber wir werden fündig. Sogar in einem vernünftigen Preisrahmen.

Nachdem das nun geklärt ist, fahren wir noch mal los uns begeben uns auf den Military Drive. Kurz vor dem Glenmacnass Waterfall steht ein Schild, dass die Straße „impassable“ ist.

Wir fragen uns, warum wir sehen nichts, also fahren wir erst mal so lange, bis wir ein Hindernis sehen.
Es kommt kein Hindernis und uns kommen ein paar Autos entgegen. Wahrscheinlich steht das Schild wegen des Schnees hier, wenn die Straße ist sehr kurvig und es geht immer bergauf. Als wir ganz oben sind, wird es auch glatt. Spiegelglatt sogar, als wir an einer Stelle aussteigen wollen, fallen wir fast hin. Upps.

Am Sally Gab fahren wir nicht weiter höher, sondern fahren die R759 wieder runter, in der Hoffnung, dass es nicht noch glatter wird.

Ein paar Autos kommen uns mit sehr hoher Geschwindigkeit entgegen, viel Spaß an der Eisfläche in paar Kilometern weiter oben. Da es jetzt wieder heruntergeht, lässt das Eis nach und wir können wieder normal fahren.
Leider kann man wie so oft an schönen Stellen, weil die Straße so eng ist, kaum anhalten. So gibt es nicht sehr viele Bilder von der Strecke.

Zurück im Hotel gehen wir noch mal los, weil wir auf einen schönen Sunset am See hoffen, aber die Sonne hat sich nur ganz kurz blicken lassen.

Im Dunklen gehen wir über den Friedhof zurück, machen dort noch ein paar Bilder. Ist das gruselig.

Im Zimmer wärmen wir uns auf, so gut es geht, dann gehen wir zum Abendessen noch mal in das Bistro.

Das war ein toller Tag, der Military Drive hat uns sehr gut gefallen und der Wicklow Mountain NP ist auch wunderschön. Da lohnt es sich sicher noch mal im Frühling wiederzukommen.

Wetter: wolkig, ca. 0-3°
Sights/Orte: Glendalough Monastic Site, Military Drive, Wicklow Mountians NP
Wanderungen/Spaziergänge: Lake Walk – Wicklow Mountains NP
Abendessen: Chicken Wings / Gemüse + Kartoffen
Restaurant: Pup im Glendalough Hotel

Route des Tages ca. 186 km


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